
25.08.2026
Wie sicher bist du eigentlich beim Thema KI im Unterricht, wenn du ehrlich bist? Nicht "ich hab schon mal ChatGPT geöffnet". Sondern wirklich sicher: dass du weißt, was du darfst, was du deinen Schüler:innen erklären kannst, und was du im Ernstfall tust.
Die meisten von uns können diese Frage nicht klar beantworten. Und das ist kein Zeichen von Faulheit. Es ist ein Zeichen dafür, dass uns bisher schlicht niemand einen ehrlichen Maßstab an die Hand gegeben hat.
Direktantwort: Der KI-Ready-Check ist ein 10-Fragen-Selbsttest für Lehrkräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er prüft in zwei Minuten drei Bereiche: Verständnis (wie funktioniert KI wirklich), Sicherheit (was ist rechtlich erlaubt) und Alltag (kommst du bei Schüler:innen an und bist du organisatorisch abgesichert). Jede beantwortete Frage zählt einen Punkt, am Ende steht eine von vier Einordnungen mit konkretem nächstem Schritt.
Ein Kollege hat mir letztens erzählt, er nutze KI "eigentlich täglich" für Elternbriefe und kleine Arbeitsblätter. Auf die Frage, ob er wisse, ob KI in seinem Bundesland eine Note vergeben darf, kam ein Schulterzucken. Genau diese Lücke zwischen Nutzung und Sicherheit ist das eigentliche Problem, nicht die Technik selbst. Deshalb kommt jetzt erst der Test, dann die Auswertung, der blinde Fleck der meisten Kolleg:innen und am Ende dein konkreter nächster Schritt für diese Woche.
Es gibt kein offizielles Zeugnis für "KI-Kompetenz im Lehrerzimmer". Keine Fortbildung, die jede Lehrkraft in DACH durchlaufen hat. Also bewertet sich jeder selbst, meistens im Vergleich zum Kollegium: "Die anderen machen das ja auch schon, dann bin ich wohl okay."
Das ist kein Maßstab. Das ist eine Vermutung.
52 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland setzen KI inzwischen mindestens mehrmals im Monat beruflich ein. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Schulbarometers, die Ende 2025 erhoben und im Juni 2026 veröffentlicht wurde. Nur: Von diesen 52 Prozent fühlt sich weniger als die Hälfte dabei wirklich sicher. Nutzung und Sicherheit laufen also auseinander, und genau in diesem Zwischenraum entstehen die Probleme, die später in der Zeugniskonferenz oder im Elterngespräch landen.
Ein Selbsttest kann diesen Zwischenraum nicht schließen. Aber er kann ihn sichtbar machen. Und sichtbar ist der erste Schritt zu handhabbar.
Kreuz ehrlich an, was auf dich zutrifft. Es sieht niemand. Jede mit Ja beantwortete Frage zählt einen Punkt.
*Zu Frage 10: Diese Informationen dienen nur zur allgemeinen Orientierung und ersetzen keine Steuerberatung. Die steuerliche Absetzbarkeit hängt von der individuellen Situation ab (in der Schweiz zusätzlich vom Kanton). Für eine persönliche Beratung an das Finanzamt / kantonale Steueramt oder einen Steuerberater wenden.*
Zähl deine Kreuze zusammen. Weiter geht's mit der Auswertung.
0 bis 3 Punkte: Startlinie. Kein Grund für ein schlechtes Gewissen, du bist in guter Gesellschaft. Der größte Sprung liegt vor dir, und der geht schneller als du denkst. Dein nächster Schritt diese Woche: Finde heraus, welche KI-Regeln an deiner Schule gelten. Eine Frage an die Schulleitung genügt. Gibt es keine Regelung, weißt du auch das. Und das ist bereits mehr, als die meisten Kolleg:innen wissen.
4 bis 6 Punkte: Anwender:in ohne Netz. Du nutzt KI schon, kennst die Grenzen aber nicht genau. Das ist die unangenehmste Stufe, weil du ein Risiko trägst, das du nicht einschätzen kannst. Dein nächster Schritt: Nimm dir eine einzige nervige Aufgabe vor, den nächsten Elternbrief zum Beispiel, und prüfe vorher einmal, ob im Text etwas steht, das auf eine konkrete Person zeigt.
7 bis 8 Punkte: Weiter als dein Kollegium. Deine Baustelle ist nicht mehr das eigene Können, sondern das Team und die Klasse. Dein nächster Schritt: Besprich eine KI-Klassenvereinbarung mit deiner Klasse und lass die Grauzonen mitverhandeln. Was Schüler:innen mitbestimmt haben, halten sie eher ein.
9 bis 10 Punkte: Multiplikator:in. Ehrlich gesagt: Du solltest die Fortbildung im Kollegium halten, nicht besuchen. Dein nächster Schritt: Bring einen Notfallplan für den Fall eines Deepfakes in die nächste Konferenz. Kostet fünf Minuten, kann später eine Menge Ärger abfedern.
Viele denken, das größte KI-Risiko im Schulalltag sei, selbst zu wenig zu nutzen und den Anschluss zu verlieren. Stimmt so nicht. Die eigentliche Risikogruppe sind Lehrkräfte, die KI bereits täglich einsetzen, aber Block B im Test kaum ankreuzen können. Wer nicht weiß, ob eine KI-gestützte Bewertung rechtlich zulässig ist oder welche Daten er niemals hochladen darf, handelt nicht vorsichtig, sondern blind. Genau da liegt der eigentliche Abgrund, nicht bei den Kolleg:innen, die noch zögern.
Das deckt sich mit dem, was viele im Lehrerzimmer aus eigener Erfahrung kennen: Die Kolleg:innen, die am unbekümmertsten mit KI arbeiten, sind selten die, die sich vorher mit den Regeln beschäftigt haben. Halt einfach, weil dafür schlicht die Zeit fehlt.
Der Test oben gibt dir eine ehrliche Standortbestimmung, mehr nicht. Was er nicht liefert: die konkreten Antworten auf die Fragen aus Block B, den Vergleich zwischen den Regelungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Kopiervorlagen für die Klassenvereinbarung oder den Deepfake-Notfallplan für die Konferenz.
Genau diese Bausteine stehen im kompletten KI-Klassenzimmer-Report von KI Schulgenie. Kostenlos, ohne Marketing-Filter: Der Report zeigt auch die Grenzen des eigenen Produkts und nennt die kostenlose staatliche Alternative genauso ehrlich wie die kostenpflichtige. Wer nach dem Test bei "Anwender:in ohne Netz" oder "Startlinie" gelandet ist, findet dort die Antworten auf genau die Fragen, die im Selbsttest offengeblieben sind.
Der Selbsttest ist nur der Anfang. Wenn du wissen willst, wie deine Punktzahl zustande kommt und was rechtlich in deinem Land wirklich gilt, findest du die komplette Auswertung mit allen fünf Kennzahlen und dem Fahrplan im kostenlosen KI-Klassenzimmer-Report.

Über den Autor
René Mayer
René Mayer ist Bachelor of Education und war von 2013 bis 2020 Lehrer an einer österreichischen Mittelschule. 2024 startete er den Instagram-Kanal @herrlehrer_ — heute folgen ihm dort über 40.000 Lehrkräfte aus dem DACH-Raum. Täglich gibt er praktische Tipps für den einfachen KI-Einstieg in die Unterrichtsvorbereitung, komplett kostenfrei. Mit KI Schulgenie verfolgt er zwei Ziele. Erstens: Lehrkräfte entlasten. Er kennt den Job aus eigener Erfahrung, nicht aus der Theorie. Zweitens: Schüler*innen in ihrer Lebenswelt abholen. Mit KI Schulgenie baut eine Lehrkraft in Sekunden ein Arbeitsblatt zu einem Song, den ihre Schülerin liebt. Ein Quiz zum Lieblings-YouTube-Video. Mathe-Aufgaben, in denen ein Schüler sein eigenes Hobby wiederfindet. Und plötzlich machen die Schüler*innen freiwillig mit, statt das Blatt am liebsten zerknüllen zu wollen. Seit dem Launch im November 2024 haben sich über 65.000 Lehrkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für KI Schulgenie registriert.
LinkedIn →Nein, er ist ein Orientierungs-Selbsttest, kein psychometrisches Messinstrument. Er hilft dir bei der ehrlichen Selbsteinschätzung, ersetzt aber keine Fortbildung oder Rechtsberatung.
Nein. Der Test zeigt Lücken, keine Zulassungsvoraussetzung. Auch mit wenigen Punkten darfst du KI nutzen, solltest die offenen Fragen aber zeitnah klären, vor allem in Block B.
Weil Nutzung und Wissen um die Grenzen zwei verschiedene Dinge sind. Laut Deutschem Schulbarometer nutzen 52 Prozent der Lehrkräfte KI regelmäßig beruflich, aber nur 48 Prozent fühlen sich dabei sicher. Genau diese Lücke bildet der Test ab.
Ja, die 10 Fragen sind länderübergreifend formuliert. Die konkreten rechtlichen Antworten unterscheiden sich zwischen DE, AT und CH und stehen ausführlich im vollständigen Report.
Nimm den vorgeschlagenen nächsten Schritt für deine Stufe ernst und setz ihn diese Woche um, nicht "irgendwann". Die vier Vorschläge sind bewusst klein gehalten, damit sie tatsächlich passieren.
Wenn du merkst, dass dir vor allem Zeit für Material und Vorbereitung fehlt, kannst du KI Schulgenie mit über 120 Werkzeugen 14 Tage kostenlos testen, ohne Verpflichtung und jederzeit kündbar.

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